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Standard-Thermoplaste August 2019

Schwache Nachfrage prägt weiterhin das Bild / Polyolefine und PVC retten sich in wacklige Rollover / SM treibt PS hoch / PET sackt weiter / Abschläge im September wahrscheinlich

KI plastixx ST 201908

Wie erwartet gelang den Produzenten im August die Weitergabe der leichten Steigerung der Ethylen-Referenz in die Preise der allermeisten PE-Qualitäten nicht. Einzige Ausnahme bildeten die Rohrtypen, wo eine FM das Angebot beschnitt. Hier ging die Referenz-Vorgabe vollständig durch. Alle sonstigen Qualitäten endeten in einem tendenziell eher schwachen Rollover.

Schon der Start verlief für die PP-Anbieter mit einer sehr schwachen Nachfrage enttäuschend. Trotz einer leichten Belebung in der zweiten Monatshälfte waren die Verkäufer froh, wenn sie mit der Rollover-Vorgabe der Propylen-Referenz davonkamen.
Derweil glaubten die PVC-Produzenten selbst nicht daran, ihre Forderungen nach der anteiligen Kostenweitergabe durchsetzen zu können. So ließen sie sich in der Regel recht schnell von einem Rollover überzeugen.

Die Preise der Styrolkunststoffe setzen unterdessen ihre Berg- und Talfahrt fort. Nach zwei Monaten mit Abschlägen tendierten die Notierungen nun wieder nach oben. Damit folgten sie der Tendenz des Styrol-Kontrakts, obgleich die Kunststofferzeuger den SM-Kostenanstieg oftmals nicht in voller Höhe an den Markt weitergeben konnten.

Der Druck auf die europäischen PET-Preise hielt im August an. Nach heißem Anfang blieb das Wetter zu lange zu durchwachsen, als dass die Nachfrage stärker hätte anspringen können. Die Abschlüsse variierten sehr stark. Je größer die Mengenabnahme, desto mehr waren die Anbieter zu Zugeständnissen bereit. Bei den Kleinmengen war dagegen durchaus öfter noch der Rollover anzutreffen.

Die sehr früh lautstark ausgerufenen Ankündigungen einiger PE-Anbieter von Erhöhungen bis zu 50 EUR/t für den September wirken angesichts des Nachlassens der Ethylen-Referenznotierung um 40 EUR/t als illusorisch. Allenfalls könnte es sein, dass nicht die volle Kostensenkung weitergegeben werden muss. Abschläge jedoch sind kaum zu vermeiden.

Die Propylen-Referenz hat um 50 EUR/t nachgegeben. Derzeit sieht es kaum so aus, als ob die Nachfrage genügend Kraft aufbringen könnte, um die vollständige Weitergabe der Kostensenkung zu verhindern. Allerdings muss man sehen, inwieweit ein Ausfall in Burghausen das Angebot entlastet.

Mit Spannung blicken die PVC-Spieler auf die Auftragslage im September. Bislang zeichnete sich noch keine Belebung ab. Wegen der weicheren Kostenseite dürften aber ohnehin Abschläge realisierbar sein.

Die Preise der Styrolkunststoffe werden wohl weiter steigen, da die SM-Referenz erneut anzog (+59 EUR/t). Die Erzeuger dürften auf die volle Kostenweitergabe pochen. Allerdings wirkt das konjunkturelle Umfeld weiterhin bremsend. Zudem könnten die Mengenabrufe wie so oft von den weiteren Preiserwartungen geprägt werden.

Die PX-Referenz für den August wurde erst sehr spät mit -40 EUR/t ausgerufen. Die PET-Nachfrage sollte sich etwas beleben. Ob das allerdings für eine Stabilisierung ausreicht, steht angesichts der immer wieder aufkochenden weltweiten Handelsverwerfungen in den Sternen.

Quelle: KI – Kunststoff Information, Bad Homburg, www.kiweb.de
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